Quellen und Forschungen zur Sächsischen Geschichte
Universität Leipzig
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Quellen und Forschungen zur Sächsischen Geschichte
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Das Vorhaben umfaßt die drei Editionsprojekte „Politische Korrespondenz des Herzogs und Kurfürsten Moritz von Sachsen", „Thomas-Müntzer-Ausgabe: Kritische Gesamtausgabe" sowie „Akten und Briefe zur Kirchenpolitik Herzog Georgs von Sachsen".
Die Editionen erschließen wichtige Quellenbestände aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Zahlreiche – oft bisher ungedruckte – Quellen aus etwa 50 Archiven in Deutschland sowie in Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz, Spanien und Tschechien werden veröffentlicht. Damit werden Grundlagen für die weitere Erforschung der Reichs- und Landesgeschichte in einem entscheidender Zeitraum der frühneuzeitlichen deutschen Geschichte geschaffen. Die Quellen belegen die bedeutende Rolle des mitteldeutschen Raumes im 16. Jahrhundert für die Entwicklungen im Reich insgesamt.
Herzog Georg der Bärtige von Sachsen (1471–1539) nimmt als einer der wichtigsten Luthergegner unter den Fürsten eine bedeutende Position in der Reformationsgeschichte ein. Thomas Müntzer (um 1490–1525) ist – besonders mit seiner vielschichtigen Rezeption und Nachwirkung über die Jahrhunderte – nach wie vor eine wichtige Person besonders für die reformationsgeschichtliche und sozialgeschichtliche Forschung.
Herzog Moritz (1521–1553), seit 1547 erster albertinischer Kurfürst von Sachsen, war einer der bedeutendsten Reichsfürsten und Politiker im 16. Jahrhundert. Unter seiner Regierung wurde das albertinische Kurfürstentum Sachsen zur wichtigsten Macht in der Reichspolitik neben den Habsburgern. Er bahnte den Weg zum Augsburger Religionsfrieden von 1555, der Deutschland die immer noch längste Friedensperiode seiner Geschichte sicherte.
1. Politische Korrespondenz des Herzogs und Kurfürsten Moritz von Sachsen.
- Band 1: Bis zum Ende des Jahres 1543 / hrsg. von Erich Brandenburg. Leipzig 1900. Nachdruck Berlin 1982.
- Band 2: Bis zum Ende des Jahres 1546 / hrsg. von Erich Brandenburg. Leipzig 1904. Nachdruck Berlin 1983.
- Band 3: 1. Januar 1547–25. Mai 1548 / hrsg. von der Historischen Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Bearb. von Johannes Herrmann und Günther Wartenberg. Berlin 1978.
- Band 4: 26. Mai 1548–8. Januar 1551 / hrsg. von der Historischen Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Bearb. von Johannes Herrmann und Günther Wartenberg. Berlin 1992.
- Band 5: 9. Januar 1551–1. Mai 1552 / hrsg. von der Historischen Kommission bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Bearb. von Johannes Herrmann, Günther Wartenberg und Christian Winter. Berlin 1998.
- Band 6: 2. Mai 1552–11. Juli 1553 mit ergänzenden Dokumenten zum Tod des Kurfürsten / bearb. von Johannes Herrmann, Günther Wartenberg und Christian Winter. Berlin 2006.
Geschichte des Vorhabens
Die Edition der Moritz-Korrespondenz war eines der Gründungsprojekte der Sächsischen Kommission für Geschichte. Durch Erich Brandenburg konnten 1900 und 1904 die ersten beiden Bände veröffentlicht werden. Ein fast fertiges Manuskript für einen weiteren Band, erarbeitet durch Oswald Arthur Hecker, verbrannte 1945 bei der Bombardierung Dresdens. Ab 1956 wurde bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und ihrer Historischen Kommission unter Leitung von Hellmut Kretzschmar und Franz Lau ein Neuanfang gestartet. Mit zunächst sehr geringer Ausstattung begannen Johannes Herrmann und Helga Maria Kühn die Vorarbeiten für die weiteren Bände. Band 3 – bearbeitet von Herrmann und Günther Wartenberg – konnte 1978 im Druck erscheinen. Zu einer Intensivierung der Arbeit führte nach 1990 die Begründung des Akademieunternehmens „Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte" und die Einwerbung von Drittmitteln der Fritz-Thyssen-Stiftung. Es erschienen die Bände 4 und 5 der Korrespondenz, bearbeitet von Herrmann, Wartenberg und Christian Winter. Mit Band 6, erschienen 2006, konnte die Edition erfolgreich abgeschlossen werden.
Um den großen Umfang der Korrespondenz des Herzogs und Kurfürsten bewältigen zu können, wird der größte Teil des Materials in Form von Regesten – sachinhaltlichen Auszügen der Urkunden, Briefe und Akten mit nötigen kritischen Anmerkungen – ediert. Die wörtliche Wiedergabe ist auf wichtige Schreiben des Kurfürsten und entscheidende Dokumente, wie Verträge, begrenzt. Nach inhaltlichen Kriterien werden zu den Hauptstücken weitere Regesten zugeordnet, so daß ein Band der Korrespondenz über 3000 Dokumente enthält, die alle im Original eingesehen wurden. Eine wissenschaftliche Einleitung sowie ein umfangreiches Personen- und Ortsregister erschließen die Quellenstücke. Die Register zu jedem Band können durch die Angabe von Lebensdaten und Funktionen der Personen selbst als Quelle für genealogische und biographische Forschung dienen.
Gegenstand und Bedeutung
Moritz von Sachsen hat große Bedeutung sowohl für die Geschichte Sachsens wie auch für die des Reiches. Mit einer grundsätzlichen Erneuerung des Staatswesens durch Moritz begann für Sachsen der Weg in die frühmoderne Staatlichkeit. Moritz unterstützte die Reform der Universität Leipzig und begründete die fürstlichen Landesschulen in Meißen, Pforta und Grimma, wo vor allem fähige Juristen und Theologen für die Landesverwaltung und die Landeskirche herangebildet wurden. Als Moritz nach dem Schmalkaldischen Krieg und der Gefangennahme Kurfürst Johann Friedrichs d. Ä. durch Kaiser Karl V. fast alle ernestinischen Gebiete östlich der Saale sowie die Kurwürde mit dem Kurkreis um Wittenberg erhalten hatte, begann er eine tiefgreifende Umgestaltung und Modernisierung des Landes. Er reformierte die Verwaltung und das Gerichtswesen, effektivierte Finanzverwaltung und Steuerwesen und förderte den Bergbau. Zugleich erlebte Sachsen eine kulturelle Blüte. Moritz holte italienische Künstler nach Dresden, begründete die Hofkapelle und ließ das Dresdner Schloß zu einem repräsentativen Renaissanceschloß umbauen.
Durch seine Emanzipation vom Kaiser und den Versuch einer eigenständigen Außenpolitik, verbunden mit einer weitreichenden Bündnispolitik, gewann Moritz schließlich die führende Position unter den evangelischen Ständen. Durch seine Politik, die ihn zunächst auf die Seite des Kaisers gegen den Schmalkaldischen Bund, dann aber im Bündnis mit Frankreich an die Spitze der Opposition gegen Karl V. führte, ist Moritz zugleich eine der umstrittensten Persönlichkeiten der deutschen Geschichte des 16. Jahrhunderts. Die edierten Quellen korrigieren auch einige von seinen historischen Gegnern herrührende und tradierte Fehlurteile über Moritz.
Der Kurfürst suchte einerseits Sicherheit für sein Land und seine eigene Position, zugleich verfolgte er aber weitreichende reichspolitische Ziele – die Aufhebung des Interims von 1548, Sicherheit und Gleichberechtigung für die Anhänger der Augsburgischen Konfession, die Verhinderung einer Universalmonarchie des Kaisers und die Errichtung einer allgemeinen Friedensordnung im Reich und in Europa. In dem zwischen Moritz, König Ferdinand und Vertretern der Reichsstände 1552 geschlossenen Passauer Vertrag wurde eine rechtliche Lösung der Religionsfrage vereinbart, die vom Grundsatz des Gewaltverzichts und der gegenseitigen Anerkennung der Religionsparteien ausging und auf einen immerwährenden Frieden zielte. Wurde dieser durch den Einspruch des Kaisers zunächst auch noch befristet, so bereitete der Passauer Vertrag doch den Weg zum Ausgleich zwischen den Konfessionen, wie er dann im Augsburger Religionsfrieden 1555 festgeschrieben wurde.
2. Akten und Briefe zur Kirchenpolitik Herzog Georgs von Sachsen
Bearbeiter:
Dr. Heiko Jadatz, Dr. Christian Winter
Geschichte des Vorhabens und Schwerpunkte der Arbeit
Auch die Edition zu Herzog Georg kann auf seine lange Geschichte zurückblicken. Bisher liegen vor:
- Band 1: 1517–1524 / hrsg. von Felician Geß. Leipzig; Berlin 1905. Nachdruck Köln; Wien; Leipzig 1985.
- Band 2: 1525–1527 / hrsg. von Felician Geß. Leipzig; Berlin 1917. Nachdruck Köln; Wien; Leipzig 1985.
Über viele Jahre hatte Elisabeth Werl nebenamtlich an der Fortsetzung der Edition gearbeitet. Aus ihrem Nachlaß konnten zahlreiche Vorarbeiten in Form von Regesten übernommen werden, die aber einer gründlichen Überarbeitung und Erweiterung bedürfen. Im Jahre 2001 wurde am Vorhaben „Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte" mit der Sichtung und Erfassung des Materials begonnen.
Im Jahr 2010 erschien Band 3 der Edition, der die Jahre 1528 bis 1534 umfasst. Der Band enthält 1106 Dokumente und ca. 800 weitere, nach sachlichen Gesichtspunkten zugeordnete Aktenstücke sowie eine wissenschaftliche Einleitung und ein umfangreiches Orts- und Personenregister.
Inhaltliche Schwerpunkte der Quellen sind die „Packschen Händel" (1528), die Reichstage zu Speyer 1529 und zu Augsburg 1530, der Grimmaer Machtspruch (1531), die Ausweisung evangelischer Bürger aus Leipzig (1533), die "Türkenabwehr", das Verhältnis zu den ernestinischen Kurfürsten Johann und Johann Friedrich sowie Georgs Verhältnis zu seiner Schwiegertochter Herzogin Elisabeth von Rochlitz.
Die Editionsrichtlinien folgen der in der Moritz-Korrespondenz erprobten und bewährten Weise.
Aktenstücke aus den Beständen folgender Archive und Bibliotheken wurden bearbeitet und ediert: Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden; Thüringisches Staatsarchiv Altenburg; Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin; Archivio Segreto Vaticano; Biblioteca Apostolica Vaticana; Archives Générales du Royaume Bruxelles; Stadtarchiv Chemnitz; Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt Abteilung Dessau; Anhaltische Landesbücherei Dessau; Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbiliothek Dresden; Stadtarchiv Dresden; Forschungsbibliothek Gotha; Stadtarchiv Göttingen; Stadtarchiv Hannover; Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg; Dänische Königliche Bibliothek Kopenhagen; Sächsisches Staatsarchiv Leipzig; Stadtarchiv Leipzig; Universiteitsbibliotheek Leiden; Hessisches Staatsarchiv Marburg; Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt Magdeburg; Stadtarchiv Mühlhausen; Staatsarchiv Nürnberg; Landeshauptarchiv Schwerin; Archives et Bibliothèque de la ville de Strasbourg; Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar; Österreichische Nationalbibliothek Wien; Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien; Biblioteka Universytecka Wrocław.
In Bearbeitung ist der abschließende Band 4 der Edition, die die Zeit von 1535 bis 1539 umfassen wird. Weitere inhaltliche Schwerpunkte werden vor allem die Klostervisitationen (ab 1535), Georgs Versuche zur Regelung seiner Nachfolge und das Verhältnis zu seinem Bruder Herzog Heinrich sein.
Gegenstand und Bedeutung
Herzog Georg der Bärtige (1471–1539), einer der bedeutendsten altgläubigen Fürsten in der Reforamtionszeit, war von der Notwendigkeit der Reform der bestehenden Kirche tief überzeugt und auch darum bemüht, lehnte aber eine Reformation ohne Zustimmung des Papstes und damit die Reformation Martin Luthers entschieden ab. Die Dokumente spiegeln die bewegte Politik in dieser Epoche wieder und zeigen besonders Georgs – letztlich vergebliche – Versuche, die lutherische Reformation einzudämmen.
Die Edition erschließt einen wichtigen Quellenbestand für die Erforschung der Reichs- und Landesgeschichte für die Zeit zwischen 1517 und 1539. Gerade Georgs habsburgtreue Haltung war – trotz der Einführung der Reformation im albertinischen Sachsen nach seinem Tode – nicht unwesentlich für die Politik seiner Nachfolger, besonders für Herzog Moritz, der 1541 zahlreiche Räte Georgs in seinen Dienst übernahm.
3. Thomas-Müntzer-Ausgabe: Kritische Gesamtausgabe
Geschichte und Bedeutung des
Vorhabens
Die marxistische Müntzerdeutung und die sozialgeschichtliche Forschung haben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer internationalen und interdisziplinären Beschäftigung mit Thomas Müntzer geführt. Da sich bisherige Müntzer-Ausgaben als ungenügend erwiesen hatten, verständigten sich im Vorfeld des Müntzer-Jubiläums 1989 mehrere Forscher aus Ost- und Westdeutschland darauf, eine neue kritische Müntzer-Edition in Angriff zu nehmen. Das mit der Historischen Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften verbundene Projekt wurde 1992 in das Vorhaben „Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte" aufgenommen.
Die kritische Neuausgabe der Schriften und Briefe Thomas Müntzers (um 1490–1525) sowie der zeitgenössischen Quellen zu seinem Leben und Wirken faßt die Ergebnisse der umfangreichen Müntzerforschung der letzten Jahrzehnte zusammen. Sie soll als Basis für weitere Forschungen die Bausteine für ein historisch-kritisches Müntzerbild liefern, das frei ist sowohl von der Schmähung wie auch von der Verherrlichung Müntzers. Die Bearbeiter sind international ausgewiesene Müntzerforscher, die ihren Beitrag ehrenamtlich leisten.
Die Edition gliedert sich in 3 Bände:
- Band 1: Schriften und Fragmente; in Bearbeitung, Bearbeiter Gottfried Seebaß, Eike Wolgast, Kathryn Ann Duffy (USA, musikwissenschaftliche Bearbeitung).
- Band 2: Thomas Müntzer: Briefwechsel / bearb. von Siegfried Bräuer und Manfred Kobuch. Leipzig 2010.
- Band 3: Quellen zu Thomas Müntzer / bearb. von Wieland Held und Siegfried Hoyer. Leipzig 2004.
Schwerpunkte der Arbeit
Für Band 2, der 152 Briefe aus der Zeit zwischen 1515 und 1525 ediert, wurde noch durch den inzwischen verstorbenen Projektleiter Helmar Junghans das Layout erstellt. Nach seinem Tod wurden durch den neuen Projektleiter Armin Kohnle, Siegfried Bräuer sowie die Mitarbeiter der Arbeitsstelle abschließende redaktionelle und Korrekturarbeiten durchgeführt, so dass der Abschluss des Druckes noch im Jahr 2010 gewährleistet werden konnte. Die weitere Bearbeitung des Bandes 1 wird durch den neuen Projektleiter vorbereitet.
Zeittafel
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1485 |
Leipziger Teilung zwischen den beiden wettinischen Brüdern Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht, dadurch entstehen das ernestinische Kurfürstentum und das albertinische Herzogtum Sachsen |
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1500 |
Herzog Georg übernimmt die Herrschaft im albertinischen Sachsen |
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1517 |
Beginn der Reformation, 95 Thesen Luthers zur Ablaßfrage |
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1519 |
Kaiserwahl Karls V. |
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1520/21 |
Thomas Müntzer Prediger in Zwickau |
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1521 |
Reichstag zu Worms, Wormser Edikt gegen Luther und seine Anhänger |
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1523/24 |
Müntzer in Allstedt, dann in Mühlhausen |
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1525 |
Höhepunkt des Bauernkrieges, 15.5. Niederlage der Bauern bei Frankenhausen, 27.5. Hinrichtung Thomas Müntzers |
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Tod Kurfürst Friedrichs des Weisen, Nachfolger wird sein Bruder Johann |
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1529 |
Reichstag zu Speyer beschließt mehrheitlich Durchführung des Wormser Edikts, 19.4. Protestation der evangelischen Reichsstände dagegen |
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1530 |
Reichstag zu Augsburg, 15.6. Verlesung und Übergabe der Confessio Augustana |
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1531 |
Gründung des Schmalkaldischen Bundes |
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1532 |
Tod Kurfürst Johanns des Beständigen, Nachfolger wird sein Sohn Johann Friedrich |
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1533 |
Ausweisung evangelischer Bürger aus Leipzig durch Herzog Georg |
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1539 |
Tod Herzog Georgs, Nachfolger wird sein Bruder Herzog Heinrich der Fromme, Einführung der Reformation im albertinischen Sachsen |
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1541 |
Tod Herzog Heinrichs, Nachfolger wird sein ältester Sohn Moritz |
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1544 |
Reichstag zu Speyer vereinbart Landfrieden bis zu einem Konzil |
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1546 |
18.2. Tod Martin Luthers |
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1546/47 |
Schmalkaldischer Krieg, 19.6. Regensburger Vertrag zwischen Karl V. und Moritz, 27.10. Moritz tritt auf Seiten des Kaisers in den Krieg ein |
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1547 |
24.4. Schlacht bei Mühlberg, Sieg des Kaisers, Gefangennahme Kurfürst Johann Friedrichs, 19. 5. Wittenberger Kapitulation, Moritz erhält große Gebiete der Ernestiner, 4.6./24.2.1548: Übergabe der sächsischen Kurwürde an Moritz |
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1547/48 |
Reichstag zu Augsburg |
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1548 |
Interim |
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1552 |
15.1. Vertrag von Chambord zwischen König Heinrich II. von Frankreich und den deutschen Bundesfürsten unter Führung Kurfürst Moritz', ab Mitte März Fürstenkrieg unter Führung von Moritz gegen den Kaiser, 2.8. Passauer Vertrag |
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1553 |
9.7. Moritz besiegt bei Sievershausen Markgraf Albrecht Alcibiades, 11.7. Moritz stirbt an einer bei der Schlacht erlittenen Schußverletzung, Nachfolger wird sein Bruder August |
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1555 |
25.9. Augsburger Religionsfrieden |
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1555/56 |
Abdankung Karls V. |
Projektgruppe:
- Armin Kohnle, Prof. Dr. theol. habil. - Projektleiter
- Christian Winter, Dr. theol. - Arbeitsstellenleiter
- Alexander Bartmuß, M. A. - Wissenschaftlicher Mitarbeiter
- Heiko Jadatz, Dr. theol. - Wissenschaftlicher Mitarbeiter
- Christine Marschallek, Dipl. Lehrerin - Wissenschaftlich-techn. Mitarbeiterin
