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Warum der Hund begraben liegt – Ausstellung über deutsche Wörterbücher vom 28. Februar bis 15. Mai 2013 in Apolda

 

Geschichte der Wörterbücher seit dem 8. Jahrhundert

Die Ausstellung präsentiert die Geschichte der Wörterbücher zur deutschen Sprache seit dem 8. Jahrhundert. Das wohl bekannteste deutsche Wörterbuch ist der Duden – das Standardwerk der deutschen Rechtschreibung. Doch schon 1691 – knapp 200 Jahre vor der Erstausgabe des Duden – veröffentlichte der Erfurter Kaspar Stieler sein Wörterbuch, das den kompletten Wortschatz der deutschen Sprache erfasste – ein Meilenstein in der Geschichte der deutschen Lexikographie.

Wörterbücher sind aber auch Zeitzeugnisse, denn sie geben Einblick in die gesellschaftliche Entwicklung verschiedener historischer Epochen. Das Wort Hund etwa bleibt, aber was die Menschen darunter verstehen, verändert sich. War der Hund immer schon der beste Freund des Menschen, eher Nutztier oder sogar eine Landplage? Wie konnte er – als blöder Hund – zum Schimpfwort werden? In der Ausstellung können sich die Besucherinnen und Besucher ein Bild über die verschiedenen Wörterbuchdefinitionen machen.


Aus der Beute wurde der Hund

Und wie entstand nun die Redensart des begrabenen Hundes? Ein Blick ins etymologische Wörterbuch des Althochdeutschen klärt auf: Im Mittelalter gab es den Begriff hunda, der so viel bedeutet wie 'die Beute' oder 'der Schatz'. Eigentlich liegt also die Beute vergraben. Aber im Laufe der Zeit wurde das Wort hunda immer ungebräuchlicher; die Redewendung aber blieb – doch die Menschen interpretierten sie um und bezogen sie auf den Hund.

 

Zu den Akademievorhaben:

Deutsche Wortfeldetymologie in europäischem Kontext

Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen


Ausstellung "Da liegt der Hund begraben - Spurensuche in der Welt der Wörter"
28.02.-15.05.2013 in der Kreisvolkshochschule Weimarer Land, Ackerwand 13, 99510 Apolda
Öffnungszeiten: Montag - Freitag  9-12 Uhr, Mittwoch 13-15 Uhr, Dienstag + Donnerstag 13-18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

 

 


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