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DIKUSA-Projekt zur Vernetzung digitaler Kulturdaten in Sachsen erfolgreich beendet

Die Forschungen im DIKUSA-Projekt dokumentieren und veranschaulichen tiefgreifende Veränderungen, von denen Gruppen von Menschen, aber auch ganze Orte oder Kulturdenkmäler in Sachsen in den vergangenen Jahrhunderten betroffen waren.

Durch die Verbindung von Digital Humanities und Geschichtswissenschaft bleiben diese Zeugnisse bewahrt und können für weitere Forschungsprojekte genutzt werden. Koordiniert wurde das DIKUSA-Verbundprojekt von Dr. Dirk Goldhahn, Mag. Peter Mühleder und PD Dr. Franziska Naether vom KompetenzwerkD.

Freischaltung DIKUSA-Daten
Staatssekretärin Prof. Dr. Heike Graßmann (SMWK, rechts im Bild), Prof. Dr. Hans-Joachim Knölker (Mitte) und Friederike May (SMWK, links im Bild) schalten die Forschungsdaten symbolisch frei

 

Teilprojekte

Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT) stellte ein Projekt zur Erfahrungsgeschichte aus dem NS geflohener Mädchen und Frauen vor. Sophie Seeliger und Marc-André Weibezahn erläuterten beispielsweise Antisemitismus- und Emanzipationserfahrungen der Zeitzeuginnen auf Basis untersuchter Interviewquellen, und wie dies auf Fluchtrouten auf einer Karte visualisiert wurde.

 

Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW) präsentierte ihre Arbeit zur Transformation bergbaulicher Landschaften im 20. Jahrhundert am Beispiel von Bad Schlema. Silvio Dittrich zeigte die vielfältigen Quellen rund um die Wismut-Erbe-Forschung, und wie Uranabbau und Renaturierung den Kurort nachhaltig veränderten – ein Beispiel für die Verbindung von Landschafts- und Kulturgeschichte.

 

Das Sorbische Institut e.V. (SI) zeigte, wie eine virtuelle Arbeitsumgebung für die Erfassung sorbischer Kulturdenkmale entstanden ist – ein Schritt hin zu einer nachhaltigen digitalen Dokumentation einer Minderheitensprache und –kultur, die mit dem DIKUSA-Projekt nicht endet. Dabei geht Dr. Robert Lorenz von einem erweiterten Denkmalbegriff aus und stellte zahlreiche Beispiele vor, wie etwa Glasfenster des Künstlers Jan Buk.

 

Das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI) beleuchtete die Teilhabe jüdischer Studierender an den technischen Hochschulen in Sachsen zwischen 1869 und 1938. Lisa Pribik zeichnete Biografien von Männern und auch wenigen Frauen nach, die durch technische Studiengänge nach Chemnitz, Dresden, Freiberg und Mittweida gelockt wurden.

 

 

Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europas (GWZO) präsentierte Forschungsergebnisse zur Migration und Mobilität von Künstlerinnen und Künstlern im 17. Jahrhundert am Hofe Augusts des Starken und der Vernetzung der Höfe in der Frühen Neuzeit. Diana Lucia Feitsch und Susanne Jaeger haben Kunstschaffende diverser Metiers zusammengetragen – z. B. in Malerei, Musik, Schauspiel. Auch die Kunstwerke weisen bisweilen eine faszinierende Sammlungsgeschichte auf.

 

Das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) stellte den Ausbau des Historischen Ortsverzeichnisses in Sachsen (HOV) in DIKUSA vor – die zentrale Schnittstelle für normierte Ortsdaten in Sachsen. Im Projekt wurde auch der Blick auf ein Portal historischer Reiseberichte gerichtet, und die Erweiterung des Virtuellen Kartenforums der SLUB um die HOV-Daten.

 

Weitere Informationen und Materialien:

Projektwebsite mit ausführlichem Bericht
Programmablauf der Abschlusskonferenz
Playlist der Videos (YouTube)

Ein Dossier zur Tagung mit Folien und weiteren Dokumenten ist in Arbeit und wird im Frühjahr 2026 auf Zenodo veröffentlicht werden.

Gruppenbild der DIKUSA-Beteiligten. Foto: SAW
Gruppenbild der am DIKUSA-Projekt Beteiligten. Foto: SAW

Denkströme

Denkströme IconDas Open Access (Online-)Journal der Sächsischen Akademie der Wissenschaften:

www.denkstroeme.de

Diffusion Fundamentals

Diffusion Fundamentals IconInterdisziplinäres Online Journal für Diffusionstheorie in Kooperation mit der Universität Leipzig:
diffusion.uni-leipzig.de

Internationale Konferenzreihe:
saw-leipzig.de/diffusion