In einer Reihe von Gesprächskonzerten am Bach-Archiv Leipzig geben Mitarbeitende des Forschungsportal BACH Einblicke in den aktuellen Stand der Bach-Forschung. Im April erklingen Werke für Traversflöte von J. S. Bach, C. P. E. Bach und W. F. Bach. Die Veranstaltung ist kostenpflichtig, Eintrittskarten erhalten Sie über das Bach-Archiv Leipzig.
Ulrike Wolf (Traversflöte), Norberto Broggini (Cembalo), Dr. Christiane Hausmann (Konzept und Moderation)
Als zur Mitte des 18. Jahrhunderts hin das musikalische Zeitalter des Barock endet und dasjenige der Empfindsamkeit beginnt, setzt sich in der Musik ein neues Klang- und Ausdrucksideal durch. Das polyphone Denken des vergangenen Jahrhunderts wird nunmehr als »verworren und dunkel« wahrgenommen. Daher werden jetzt vor allem Verständlichkeit, Subjektivität und Natürlichkeit als neue musikalische Ideale postuliert. Im Zuge dieser Entwicklung wird die Blockflöte als führendes Holzblasinstrument von der Traversflöte abgelöst. Letztere ist mit ihrem zarten und vor allem modulationsfähiger Ton bestens geeignet, dem Ideal des neuen Stils entsprechend, emotionale Schattierungen zu zeichnen und mit ausdrucksstarken Melodien zu »rühren und aus der Seele zu reden«.
Die Sonaten für Flöte und ein Tasteninstrument von J. S. Bach und seinen Söhnen Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann zählen zu den bedeutendsten Werken für Flöte, aus dieser Epoche. Die Kompositionen von Bach-Vater zeigen noch ganz den vom kontrapunktischen Denken geprägten Stil, während seine Söhne einen bisweilen schon fast romantischen Ausdruckswillen erkennen lassen.
Karten: € 25,00 / ermäßigt: € 18,00 (inkl. VVK-Gebühr)
Onlinebuchung beim Bach-Archiv Leipzig
Karten sind auch an der Museumskasse des Bach-Archivs erhältlich.