Sie sind hier: Startseite / Aktuelles / Innovationen durch Deuten und Gestalten. Klöster im Mittelalter zwischen Jenseits und Welt – Tagung in Mainz, 4. bis 6. Oktober 2012

Innovationen durch Deuten und Gestalten. Klöster im Mittelalter zwischen Jenseits und Welt – Tagung in Mainz, 4. bis 6. Oktober 2012

 

Deutung und Gestaltung sind zwei zentrale Felder, auf denen die Klöster des Mittelalters sich mit der Welt auseinandersetzten. Im sozialen und religiösen Wandel des 11. bis 13. Jahrhunderts entwickelten sie dabei eine bislang unerreichte Rationalität der Lebensgestaltung. Es entstanden Modelle jenes gesellschaftlichen wie kulturellen Aufbruchs, aus denen sich die spezifischen Ordnungskonfigurationen der europäischen Moderne ausformten.

Klösterliche Gemeinschaften entwarfen neue Konzepte von kollektiver Willensbildung. Sie vertrauten auf die Geltungskraft von gesatztem Recht und gaben sich erstmals ganz Europa überspannende Verfassungen. Im Wissen um die Grenzen derartiger organisatorischer Regulative verlangten sie zugleich die Verinnerlichung der normativen Verhaltensstrukturen und suchten einen neuen Menschen zu formen, der ebenso von der individuellen Kraft seines Gewissens wie von der bedingungslosen Anerkennung der gemeinschaftlichen Vorgaben geleitet war.

Diese Themenkomplexe sollen im Rahmen der Tagung vor dem Hintergrund des sozialen und religiösen Wandels im Hochmittelalter diskutiert werden.

 

Tagungsprogramm und weitere Informationen

 

Neuerscheinung: Die Welt der mittelalterlichen Klöster

Gert Melville: Die Welt der mittelalterlichen Klöster

Termine
Ausgewählte Aspekte der Individualisierten Medizin 31.03.2017 12:30 - 18:00
Philosoph Peter Sloterdijk eröffnet Vortragsreihe an der TU Dresden 03.04.2017 18:30 - 20:00 — Festsaal des Rektorats der TU Dresden, Mommsenstr. 11, 01062 Dresden
Öffentliche Frühjahrssitzung 2017 07.04.2017 16:00 - 20:00 — Festsaal Altes Rathaus, Markt 1, 04109 Leipzig