Gottfried Geiler studierte nach Besuch der Thomasschule in Leipzig Humanmedizin. Es folgten Dissertation 1952 und Habilitation 1961. Erst 20 Jahre später, 1981, wurde ihm eine außerordentliche Professur an der Universität Leipzig zugesprochen. Im Jahr 1990 wurde er Ordinarius für Pathologie, dem Fach, dem er sich seit seinem Studium verbunden fühlte. Auf Grund seiner außerordentlichen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Reputation wurde er bereits 1969 in die Leopoldina gewählt. Von 1989 bis 1999 war er deren Vizepräsident und seit 2002 Ehrenmitglied der Leopoldina. Es folgten Zuwahlen in die Sächsische Akademie 1991 und in die Berlin-Brandenburgische Akademie 1992. Für sein hohes Engagement um die Erneuerung der Leipziger Universität wurde er 1994 mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 2007 für seine herausragenden wissenschaftlichen Erfolge mit der Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig geehrt. Hinzu kamen zahlreiche Auszeichnungen, wie beispielsweise die Rudolf-Virchow-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Pathologie 2007.

Gottfried Geiler war ein herausragender Forscher, Wissenschaftspolitiker und aufrechter Charakter mit hohen menschlichen Qualitäten, der Vielen Vorbild war. Wir verneigen uns vor ihm in Dankbarkeit.

Einladungsflyer

PROGRAMM

Musikalische Eröffnung

Antonín Dvořák (1841–1904):
Terzetto C-Dur op. 74 für zwei Violinen und Viola (Arrangement für drei Flöten)
1. Introduzione. Allegro ma non troppo, 2. Larghetto

Festreden


Prof. Dr. Elmar Peschke
Vertreter der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker
Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Detlev Ganten
Vertreter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Konrad Müller-Hermelink
Mitglied der Sektion Pathologie und Rechtsmedizin der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Meyer
Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst a.D.

Schlusswort: Elmar Peschke

Teaserbild einer Veranstaltung