Die Tagung überblickt die Forschungen zu einer Intellectual History der frühen Bundesrepublik. Dabei überprüft sie das Konzept selbst und diskutiert neuere Ergebnisse und Perspektiven. Intellectual History fragt nicht nach „ewigen“ Ideen, sondern analysiert dynamische Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen Wissensformen und ihre Verknüpfung mit sozialen, politischen, ökonomischen und kulturellen Praktiken.
Im Zentrum stehen disparate Denk- und Rollenmuster, die intellektuellen Produzenten, Streiter und Diskurse sowie ihre Kommunikations- oder Generationsnetze. Aufgrund dieser programmatisch interdisziplinären Ausrichtung sollen auf der Tagung neben Historikern und Politikwissenschaftlern auch Philosophen, Soziologen, Literaturwissenschaftler und Kulturwissenschaftler miteinander ins Gespräch kommen.
Es treffen sich namhafte Experten und Nachwuchswissenschaftler, um neue Projekte zu einer intellektuellen Geschichte der jungen Bundesrepublik vorzustellen.
Das Forschungsfeld gliedert sich in fünf Schwerpunkte:
1. Ideologien im politisch-gesellschaftlichen Wandel
2. Staatsbegründung und Streitbarkeit
3. (Geistes-)Wissenschaft zwischen Ideologie und Eigenlogik
4. Biografien zwischen Erfahrung und Erwartung
5. Materialität und Organisation intellektueller Öffentlichkeit.
Programmflyer
Veranstalter & Unterstützer
Technische Universität Chemnitz, Professur Politische Theorie und Ideengeschichte
Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW)
