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Kolloquium über das Leipziger Literaturinstitut von 1955 bis 1993

20 Jahre nach der Schließung des im Zuge der Wiedervereinigung „abgewickelten“ und damit historisch gewordenen Becher-Instituts begann erstmals die Aufarbeitung der fast 40-jährigen Institutsgeschichte. Seit 2013 nimmt das am (DLL) angesiedelte Forschungsprojekt „Literarische Schreibprozesse am Institut für Literatur ‚Johannes R. Becher‘“ die ästhetischen, schreibdidaktischen und kulturpolitischen Dimensionen der Ausbildung in den Blick und untersucht, wie sich die Schreibprozesse zahlreicher DDR-Autoren am Becher-Institut entwickelten.

Im Akademie-Kolloquium stellt das Projekt die Forschungsfragen und -ergebnisse anhand von Beispielen aus dem umfangreichen Quellenbestand vor. Dieser umfasst neben dem Institutsnachlass im Sächsischen Staatsarchiv (Leipzig) Zeitzeugnisse und Memoiren von Autoren wie Erich Loest, Ralph Giordano, Heinz Czechowski oder Helga M. Novak. Zudem geben literarische Arbeitsproben Einblick in das frühe Schaffen von Autoren wie Sarah und Rainer Kirsch, Gert Neumann oder Katja Lange-Müller.

Das Projekt ist eines von vieren, die im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaftliche Forschung“ des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (SMWK) über die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig gefördert werden und die das Thema der „Eliteförderung in der DDR“ aus Perspektive der Musik-, Literatur-, Sport- und Theaterwissenschaften in den Blick nehmen.

 

Termine
Öffentliche Herbstsitzung 2016 09.12.2016 16:00 - 20:00 — Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig
Horst-Michael Prasser: Basisinnovation bei Kernreaktoren 16.01.2017 18:30 - 20:00 — TU Dresden, Festsaal des Rektorats, Mommsenstr. 11, 01069 Dresden
Forum "Offenes Land - offene Fragen" 08.02.2017 18:00 - 20:00 — Karl-Tauchnitz-Str. 1, 04107 Leipzig