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Thüringer Forschungspreis geht an Akademiemitglied

Mulsow ist Professor für Wissenskulturen der europäischen Neuzeit, Direktor des Forschungszentrums Gotha der Universität Erfurt und seit 2012 ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

Im Rahmen seiner Forschung geht er den Ursprüngen von Aufklärung und europäischer Moderne nach, beschreibt dazu jedoch nicht die Bahnen gesicherter Erkenntnis, sondern bewegt sich auf den Pfaden des geheimen, gefährdeten, heiklen – kurz, des unsicheren Wissens. Für ihn ist die Aufklärung ein Radikalisierungsprozess, der vor allem durch die ungesicherten Ideen, Theorien und Erkenntnisse vorangetrieben wurde. Indem er diese „prekären“ Wissensbestände in intensiver Quellenrecherche erschließt und sich dabei mit den Strategien und Praktiken von Wissensverbreitung, den Netzwerken der Kommunizierenden und deren sozialer Einbettung auseinandersetzt, öffnet Mulsow den vielfach durchmessenen Raum der Ideengeschichte hin zu einer modernen Kulturwissenschaft. Neben der Netzwerkforschung bedient er sich dabei der Methoden der Historischen Anthropologie.
Prof. Dr. Kai Brodersen, Präsident der Universität Erfurt und ebenfalls Akademiemitglied, gratulierte zu dieser Auszeichnung: „Mit der Verleihung des Thüringer Forschungspreises erfährt Martin Mulsows Beitrag zum Aufbau und zur internationalen Profilierung des Forschungszentrums Gotha, seine Einbindung in die Aufklärungsforschung sowie die Etablierung des Forschungsfeldes ‚Untergrundforschung‘ erneut eine sichtbare Anerkennung“.

Termine
Öffentliche Herbstsitzung 2016 09.12.2016 16:00 - 20:00 — Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig
Horst-Michael Prasser: Basisinnovation bei Kernreaktoren 16.01.2017 18:30 - 20:00 — TU Dresden, Festsaal des Rektorats, Mommsenstr. 11, 01069 Dresden
Forum "Offenes Land - offene Fragen" 08.02.2017 18:00 - 20:00 — Karl-Tauchnitz-Str. 1, 04107 Leipzig