Internationale Tagung in Brüssel in Kooperation mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften im Haus der Europäischen Geschichte (Konferenzsprachen: Englisch, Deutsch, Spanisch)

Konferenzhomepage mit Programm und Anmeldeformular (englisch)

Kreisrundes Geheimsiegel, es zeigt ein Wappenschild, das von einem Ritter und einer weiteren Figur gehalten wird, umgeben von einer lateinischen Inschrift.

Der 330. Jahrestag der Bildung einer litauisch-polnisch-sächsischen politischen Union (1697–1763) bietet den Anlass für die internationale Tagung über europäische dynastische, personale und reale Unionen in vergleichender Sicht. Die Untersuchung politischer Unionen im gesamteuropäischen Vergleich wird mit der geplanten Tagung (und der anschließenden Publikation der Ergebnisse) erstmals unternommen.
Realisierte politische Unionen in Europa existierten kurz-, mittel- oder längerfristig. In der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen europäischen Geschichte spielten sie für die Konfiguration von Herrschaftsbereichen bzw. Staaten eine erhebliche Rolle. Im Rahmen der Tagung sollen ausgewählte Fallbeispiele in Mittel-, Nord-, Ost-, Süd- und Westeuropa analysiert werden. Um Vergleiche zwischen ihnen in den Diskussionen leichter zu ermöglichen, sollen sie auf der Grundlage von vier chronologisch-inhaltlichen Schwerpunkten nach ausgewählten Leitfragen untersucht werden. Ausgehend von den Fallbeispielen sollen u.a. Fragen nach den Entstehungsbedingungen von Unionen, ihren Befürwortern und Gegnern, nach ihren inneren Organisationen und deren Wandlungen sowie nach ihren äußeren Beziehungen während einer kurz-, mittel- oder längerfristigen Existenz diskutiert werden. Zudem soll nach den Gründen für Auflösungen und Neukonfigurationen von Unionen und der Austritte von Mitgliedern in vergleichender europäischer Perspektive gefragt werden. Die Untersuchungen mittel- und längerfristig existierender Unionen werden auf der Tagung dominieren, gleichwohl sollen auch kurzfristige Unionen in den Blick genommen werden. Überdies sollen die unterschiedlichen Beurteilungen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Unionen aus der Retrospektive der neuesten Zeit bis zur Gegenwart einen Schwerpunkt der Vorträge und Diskussionen bilden.

Wissenschaftliche Leitung

Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig: Wolfgang Huschner
Polnische Akademie der Wissenschaften: Igor Kąkolewski

Ort

Haus der Europäischen Geschichte
Rue Belliard / Belliardstraat 135, 1000 Brüssel, Belgien

Weitere Informationen

Alle weiteren Informationen, das Konferenzprogramm sowie das Anmeldeformular finden Sie auf der englischsprachigen Veranstaltungsseite.

Geschnitzte Holzplatte mit zwei Figuren, die sich berühren
König Erich (1382–1459) und Königin Philippa (1394–1430), Herrscherpaar der „Kalmarer“ Union. Chorgestühl der Domkirche von Kirkjubøur, Färöer, Nationalmuseum der Färöer.