Vom 7. bis 9. September 2026 fand im Haus der Europäischen Geschicht in Brüssel eine mehrsprachige internationale Tagung zum Thema Politische Unionen statt. Erstmals wurde aus gesamteuropäischer Perspektive das Zustandekommen, die Existenz und der Zerfall politischer Unionen in den Blick genommen.
Im Rahmen einer Kooperation der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Polen, Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Niederlande, England, Dänemark, Norwegen und Litauen ausgewählte Fallbeispiele in Mittel-, Nord-, Ost-, Süd- und Westeuropa analysiert. Die Diskussion über die Bewertung politischer Unionen hält in vielen Ländern bis heute an. Die Frage, wie mittelalterliche und frühneuzeitliche Unionen entstehen und gelingend gehalten werden konnten, wurde jeweils auch mit Blick auf aktuelle politische Unionen diskutiert. Die Konferenzsprachen waren englisch, deutsch und spanisch.
Die Analyse lang-, mittel- und kurzfristiger historischer Unionen in Europa, die bis heute zum Teil noch sehr umstritten beurteilt werden, bot viele neue Impulse, auch für Parlamentarier der aktuellen Europäischen Union, die die Tagung besucht haben. Im Rahmen der Tagung kam weiterer Forschungsbedarf zutage – z.B. zum Verhältnis von Imperien und Unionen oder auch zu angebahnten Unionen, die letztlich jedoch nicht realisiert wurden. Die Geschichte Europäischer Unionen soll zukünftig auch Eingang in Schul-Lehrbücher finden, erste Gespräche dazu haben bereits stattgefunden.
Videorückblick
Einen kleinen Einblick zur Tagung finden Sie hier:
Political Unions in European History (10th–18th Centuries) and Their Perception in the Cultures of Remembrance (19th–21st Centuries)
Internationale Tagung in Brüssel in Kooperation mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften im Haus der Europäischen Geschichte (Konferenzsprachen: Englisch, Deutsch, Spanisch)
