Künstliche Intelligenz ist in aller Munde, auch in der Wissenschaft. Insbesondere Large Language Models (LLMs) spielen hier neuerdings eine Rolle, sowohl als Assistenz von Büroarbeiten, sprachlicher Polierung oder in Lehre und Begutachtung, aber auch darüber hinaus in der eigentlichen Forschungsarbeit. Wir wollen uns daher der Frage widmen, wie LLMs und andere KI-Methoden in der Forschungsarbeit gewinnbringend eingesetzt werden können und worauf dabei zu achten ist.

Der Workshop bietet zunächst eine Einführung, die es auch technisch nicht versierten Teilnehmenden erlauben wird, zu verstehen, was sich hinter einem LLM nun eigentlich verbirgt. Darüber hinaus werden angrenzende Konzepte und grundlegende Methoden wie Deep Learning, Retrieval-Augmented Generation (RAG) und (klassisches) Machine Learning angesprochen – wichtige Grundlagen, um sich später auch realen Forschungsfragen annähern zu können und gleichzeitig die bestehenden Möglichkeiten zu kennen.

Entsprechend wird die Einführung abgerundet durch ausgewählte Use Cases aus den Digital Humanities, die aufzeigen sollen, in welchen Anwendungsgebieten insbesondere LLMs ihre Stärken ausspielen können.

Ein weiteres Schlaglicht wird auf verfügbare Tools geworfen. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, wie „offen“ oder „closed“ Tools sein können – also warum es beispielsweise keine gute Idee sein kann, ChatGPT für Forschungsdaten zu verwenden, und was man stattdessen tun kann.

Außerdem soll eine kritische Auseinandersetzung mit KI aus rechtlicher, ethischer, gesellschaftlicher und ökologischer Sicht nicht fehlen. Nur so kann es gelingen, diese neuen Methoden verantwortungsvoll einzusetzen. Dabei soll es auch um sinnvolle Alternativen zu einem ständigen blinden Einsatz von LLMs gehen.

Zum Abschluss bietet sich für Gäste die Gelegenheit, Fragen aus ihrer Forschung mitzubringen, die dann gegebenenfalls direkt in kleineren Runden adressiert werden oder die wir uns gerne im Nachgang der Veranstaltung gemeinsam näher ansehen.

Programm

10:00–10:15 Uhr Begrüßung und Einführung ins Thema

10:30–11:30 Uhr Vortrag Teil 1: Dr. Dirk Goldhahn, in mehreren Abschnitten mit Diskussion;

Themen:

  • Unter der Haube der KI: Wie Sprachmodelle arbeiten und was sie für die Geisteswissenschaften bedeuten
  • Ausgewählte Beispiele
  • Tools und Hardware

11:30–11:45 Uhr Pause

11:45–12:30 Uhr Vortrag Teil 2: Dr. Dirk Goldhahn:

  • Probleme und Kritikpunkte bezüglich des Einsatzes von KI im akademischen Raum
  • Anschließende Diskussion: Wie positionieren wir uns?

12:30-12:45 Uhr Abschlussrunde

Danach: bei Bedarf gibt es Gelegenheit für individuelle Fragen zu Projekten, ggf. in Breakout-Rooms

13:30 Uhr Ende der Veranstaltung

Ziel des Workshops ist es, über KI-Methoden zu informieren und mögliche Einsätze in Forschungsprojekten aufzuzeigen – vom der Seminararbeit bis zum Verbundprojekt. Teilnehmende sollen befähigt werden, das Spektrum des Einsatzes von KI kennenzulernen und problematische Aspekte zu verstehen.

Zielgruppen: Beschäftigte in den Instituten des KompetenzwerkD (DI, GWZO HAIT, ISGV, SAW, SI) sowie alle interessierten Kolleg*innen, Studierenden, Interessierten.

Anmeldung

Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an:
Prof. Dr. Franziska Naether, KompetenzwerkD@saw-leipzig.de.

Gerne können Sie uns bereits bei der Anmeldung konkrete Fragen oder Themen mitteilen, die in der Fragerunde behandelt werden sollen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!