Internationale Tagung, organisiert vom Vorhaben Sankt Marien zu Helfta. Ein Kloster in den Netzwerken seiner Zeit (13. bis 16. Jahrhundert)
Organisation
- FOVOG, TU Dresden: Prof. Dr. Mirko Breitenstein, mirko.breitenstein@tu-dresden.de
- Academy of Sciences and Literature, Mainz: Dr Hannes Engl, Hannes.Engl@adwmainz.de
- Saxon Academy of Sciences and Humanities, Leipzig: Dr. Katrin Rösler, roesler@saw-leipzig.de
Thema
Der Prämonstratenserorden zählt zu den einflussreichsten und zugleich am wenigsten erforschten religiösen Reformbewegungen des 12. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu den eher kontemplativ ausgerichteten Zisterziensern übernahmen die Prämonstratenser aktiv seelsorgerische Aufgaben, bauten Pfarrstrukturen auf und sicherten sich gezielt bischöfliche Ämter. Die Tagung befasst sich mit zwei zentralen Fragen. Erstens untersucht sie die gesellschaftliche Relevanz des Ordens: Welche sozialen Gruppen – vom niederen Adel und den Ministerialen bis hin zu Handwerkern und insbesondere einer großen Zahl von Frauen – trugen zur Gründung und raschen Ausbreitung prämonstratensischer Häuser bei, und welche Motive standen hinter ihrem Engagement? Zweitens untersucht sie die räumlichen Auswirkungen des Ordens: Wie etablierten sich diese Gemeinschaften rechtlich und wirtschaftlich? Und welche Rolle spielten sie bei der Gestaltung neuer Herrschaftsstrukturen und Kulturlandschaften – von den fest etablierten Kerngebieten in Frankreich und im Reich bis hin zu den Randgebieten Europas, einschließlich des Baltikums, der Iberischen Halbinsel, Irlands und des Heiligen Landes? Referentinnen und Referenten aus sieben Ländern nähern sich diesen Fragen aus einer vergleichenden Perspektive und geben damit neue Impulse für die Erforschung religiöser Gemeinschaften im hochmittelalterlichen Europa.
Programm
Das Tagungsprogramm finden Sie auf der englischsprachigen Tagungswebsite.
