Porträtfoto einer männlichen Person mit Brille
Foto: Sebastian Rost, Bild: MPIKG

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verleiht in diesem Jahr an Akademie-Mitglied Peter H. Seeberger – Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung und Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Centers for the Transformation of Chemistry (CTC) – die Liebig-Denkmünze. Mit der Liebig-Denkmünze, die mit 7.500 Euro dotiert ist, würdigt die GDCh herausragende Leistungen auf dem gesamten Gebiet der Chemie. Die Verleihung findet am 19. September 2026 statt.

Seeberger erhält die Auszeichnung für seine bahnbrechenden Beiträge zur Kohlenhydratchemie. Wegweisend sind seine Arbeiten zur Assemblierung und Sequenzierung von Polysacchariden – langkettigen Zuckermolekülen – sowie zur Bildgebung einzelner Polysaccharide. Diese Fortschritte bilden das Fundament der aufstrebenden molekularen Glykobiologie, also der Erforschung zuckerbasierter Biomoleküle.

Seebergers Forschung entfaltet weitreichende biomedizinische und gesellschaftliche Wirkung. Sie führte zur Entwicklung neuer Impfstoffe, Diagnostika, Materialien und Analysemethoden. Zudem erschließen seine Fortschritte in der Wirkstoffsynthese neue Herstellungsverfahren für wichtige Medikamente. Die Preisverleihung findet am 19. September in Bremen statt.