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Monumenta Germaniae Historica (Sachsenspiegelglossen)

Anschrift:
Karl-Tauchnitz-Straße 1
04107 Leipzig

Tel.: (0341) 7 11 53 38
Fax: (0341) 7 11 53 44

E-Mail: neumeister@saw-leipzig.de

Der um 1225 von Eike von Repchow verfaßte Sachsenspiegel ist das bedeutendste, vielleicht auch älteste umfassende deutsche Rechtsbuch. Diese private Aufzeichnung des Anfang des 13. Jahrhunderts geltenden Rechts fand in relativ kurzer Zeit weite territoriale Verbreitung, wozu bald auch ihre wissenschaftliche Bearbeitung in Form von erläuternden Anmerkungen (Glossen) nach italienischem Vorbild beitrug. Der erste Bearbeiter war Johann von Buch; doch je nach dem erreichten Stand der Rechtsentwicklung wurden die Glossen von späteren, ebenfalls wissenschaftlich geschulten Autoren über- bzw. neubearbeitet, was im einzelnen aber noch einer gründlichen Klärung bedarf. Dazu ist die Herausgabe einer textkritischen Ausgabe zunächst der ältesten, später auch der übrigen Sachsenspiegelglossen notwendig. 2003 wurde die „Buch’sche Glosse” zum Sachsenspiegel- Landrecht in einer dreibändigen Ausgabe veröffentlicht (Glossen zum Sachsenspiegel-Landrecht: Buch’sche Glosse, herausgegeben von Frank-Michael Kaufmann [Monumenta Germaniae Historica, Fontes iuris Germanici antiqui, Nova series 7], LXXXII, VII, VIII und 1697 S. sowie 8 S. Abb., Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2002). Dieser Edition folgte im Jahre 2006 eine zweibändige Ausgabe der Glossen zum Sachsenspiegel-Lehnrecht (Glossen zum Sachsenspiegel-Lehnrecht. Die kürzere Glosse. Herausgegeben von Frank-Michael Kaufmann [Monumenta Germaniae Historica, Fontes iuris Germanici antiqui, Nova series 8] LXIV, VIII und 717 S. sowie 8 S. Abb., Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2006). Der Herausgeber hat inzwischen die Arbeiten an der Edition der längeren Glosse zum Sachsenspiegel-Lehnrecht aufgenommen. Seit November 2005 arbeitet P. Neumeister, unterstützt von F.-M. Kaufmann, an einem Glossar zur „Buch’schen Glosse”.

Projektgruppe:

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Lange Nacht der Wissenschaften 24.9.2010

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