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- Karls- oder Philosophenteppich, 2. Viertel 13. Jh., Halberstadt, Domschatz, Inv.-Nr. 520
Inschriften sind original oder abschriftlich überlieferte Texte auf
unterschiedlichen Materialien wie u. a. Stein, Holz und Metall, aber
auch Glas, Keramik, Textilien und Leder. Als historische Quellen ersten
Ranges bieten sie eine wichtige Ergänzung zur handschriftlichen und
gedruckten Überlieferung. Ihre Edition stellt reichhaltiges Material
für verschiedene Wissenschaften bereit. Sie sind vor allem für die
Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde, Theologie und die
Sprachwissenschaften unverzichtbar. Ihre Publikation bewahrt sie
zugleich vor drohendem Verlust.
Die Arbeitsstelle der Sächsischen Akademie der Wissenschaften ist
Teil des 1934 gegründeten deutsch-österreichischen
Forschungsunternehmens „Die Deutschen Inschriften“, dessen Ergebnisse
in bisher 78 Bänden vorliegen. Ihre Aufgabe ist die Edition der
Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit bis 1650 in
Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. In der „Leipziger Reihe“ sind im
Jahr 2005 „Die Inschriften des Landkreises Weißenfels“ erschienen, 2006
folgten „Die Inschriften des Altkreises Querfurt“ (Band 62 und 64 des
Gesamtwerkes). Im Jahr 2009 ist der Band „Die Inschriften des Doms zu
Halberstadt" (Band 75) der Öffentlichkeit vorgestellt worden. In Bearbeitung befinden sich augenblicklich die
„Inschriften der Stadt Halberstadt“, 2012 sind die „Inschriften der Stadt
Halle“ (Band 85) erschienen; mit der Sammlung der „Inschriften der Stadt Magdeburg“ wurde
begonnen. Erste Recherchen für die Edition der "Inschriften der Stadt Wittenberg" wurden vorgenommen. Ein
Fotoarchiv und Inschriftenkarteien für Sachsen-Anhalt und Sachsen mit
der Erfassung der gedruckt vorliegenden Inschriften werden
kontinuierlich ergänzt.
Deutsche Inschriften Online: www.inschriften.net
"Gepunzt, gestickt, in Stein gehauen" – zum Projekt "Die Deutschen Inschriften"
(Auszug aus der aktuellen Informations-Broschüre der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften)
Literaturhinweise:
Hans Fuhrmann,
„Eine düstere und blutige Geschichte. Zur ältesten nur abschriftlich überlieferten Inschrift des Halberstädter Doms”, in Denkströme. Journal der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, Heft 4 (2010),
www.denkstroeme.de/heft-4/s_133-142_fuhrmann
Hans Fuhrmann,
„Die Inschriften des Doms zu Halberstadt (Die Deutschen Inschriften, Band 75, Leipziger Reihe 3. Bd.)”, in Denkströme. Journal der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, Heft 3 (2009),
www.denkstroeme.de/heft-3/s_161-165_fuhrmann