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Wilhelm-Ostwald-Medaille

 

Ordnung zur Verleihung der Wilhelm-Ostwald-Medaille der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig


Für die Verleihung der am 20. Oktober 1978 aus Anlaß des 125. Geburtstages ihres früheren Mitgliedes Wilhelm Ostwald von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig gestifteten Wilhelm-Ostwald-Medaille ergeht folgende Ordnung:

§ 1
Die Wilhelm-Ostwald-Medaille wird in Anerkennung besonderer wissenschaftlicher Leistungen vorwiegend auf dem Gebiet der Natur- und der Ingenieurwissenschaften verliehen.

§ 2
Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig verleiht in der Regel jährlich eine Wilhelm-Ostwald-Medaille.

§ 3

  1. Jedem Ordentlichen bzw. Korrespondierenden Mitglied steht das Recht zu, Vorschläge zur Verleihung der Wilhelm-Ostwald-Medaille zu unterbreiten. Diese sind bis zum 31. Oktober des vorhergehenden Jahres an das Wilhelm-Ostwald-Komitee der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig einzureichen.
  2. Das Wilhelm-Ostwald-Komitee übermittelt dem Präsidenten der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig die Vorschläge mit seiner Stellungnahme bis zum 15. Januar des jeweiligen Verleihungsjahres.
  3. Dieser entscheidet nach Beratung im Präsidium über die Weiterleitung der Vorschläge an das Plenum und bestimmt den Tag der Abstimmung, der möglichst auf dem Termin der turnusmäßigen Februar-Sitzung liegen sollte. Die Abstimmung zur Verleihung der Wilhelm-Ostwald-Medaille muß in der Tagesordnung für die Einladung zur Sitzung besonders ausgewiesen werden.
  4. Das Plenum beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder über die Verleihung.


§ 4
Die Verleihung erfolgt durch den Präsidenten der Sächsischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen der öffentlichen Frühjahrssitzung. Die Wilhelm-Ostwald-Medaille wurde erstmalig im Herbst 1979 verliehen.

§ 5
Zur Verleihung der Medaille gehört eine Urkunde.

§ 6
Die Medaille besteht aus Bronze; sie ist rund und hat einen Durchmesser von 9 cm. Die Vorderseite zeigt ein Reliefbild von Wilhelm Ostwald mit der Umschrift „Wilhelm Ostwald 1853–1932”. Die Rückseite trägt die Inschrift „Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig”.

§ 7
Nach dem Ableben einer mit der Wilhelm-Ostwald-Medaille ausgezeichneten Persönlichkeit gehen Medaille und Urkunde in das Eigentum der Familie über.

§ 8
Die Träger der Wilhelm-Ostwald-Medaille sind in das Jahrbuch der Sächsischen Akademie der Wissenschaften aufzunehmen und zu den öffentlichen Sitzungen einzuladen.

§ 9

  1. Diese Ordnung tritt mit Wirkung vom 1. Februar 2003 in Kraft.
  2. Die Ordnung vom 1. März 1993 wird außer Kraft gesetzt.


Leipzig, 1. Februar 1993
Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Die bisherigen Preisträger:


Prof. Dr. Gerhard Geiseler (Leipzig); verliehen am 21. November 1979.
Prof. Dr. Viktor Ivanovič Spicyn (Moskau); verliehen am 4. März 1981.
Prof. Dr. h.c. mult. Manfred von Ardenne (Dresden); verliehen am 15. November 1985.
Prof. Dr., Dr. h.c. Horst Sackmann (Halle); verliehen am 12. März 1993.
Prof. Dr. Wolfgang Buchheim (Freiberg); verliehen am 25. März 1994.
Prof. Dr., Dr. h.c. Heinz Penzlin (Jena); verliehen am 12. April 1996.
Prof. Dr. Hermann Berg (Jena); verliehen am 11. April 1997.
Prof. Dr. Konrad Quitzsch (Leipzig); verliehen am 17. April 1998.
Prof. Dr. Horst Hennig (Leipzig); verliehen am 12. April 2002.
Prof. Dr., Dr. chem. h.c., Dr. hist. h.c. Jānis Stradiņš (Riga); verliehen am 23. April 2004.
Prof. Dr., Dr.-Ing. E.h., Dr. tekn. h.c. Gerhard Kreysa (Frankfurt am Main); verliehen am 7. April 2006.
Prof. Dr. Armin Meisel (Leipzig); verliehen am 13. April 2007.
Prof. Dr. rer. nat. habil. Jürgen Caro; verliehen am 12. April 2013.

 

Ostwald-Komitee:

OM Heiner Kaden
OM Jörg Kärger
Prof. em. rer. nat. Dr. Armin Meisel
OM Hans-Jörg Mögel
OM Harmut Worch

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