Friedrich-Weller-Preis
Ordnung zur Verleihung des Friedrich-Weller-Preises der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und der Universität Leipzig vom 17. November 1998
In ehrendem Gedenken an das verdienstvolle Wirken von Prof. Dr. Friedrich Weller, 1938–1958 Ordinarius an der Alma mater Lipsiensis und 1943–1980 Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, wird ein gemeinsamer Preis verliehen. Er soll vorzugsweise Wissenschaftler auszeichnen, die im Einzugsbereich der Sächsischen Akademie der Wissenschaften tätig oder mit dem Werk Friedrich Wellers eng verbunden sind.
§ 2
Der Friedrich-Weller-Preis wird in Anerkennung hervorragender Arbeiten auf dem Gebiet von Geschichte, Literatur und Kunst der asiatischen Völker unter besonderer Berücksichtigung Indiens und des fernen Ostens vergeben.
§ 3
Die Verleihung des Preises erfolgt an Einzelpersonen. Die Preisvergabe soll – unabhängig vom Vorschlagsrecht – allein nach den wissenschaftlichen Leistungen der Auszuzeichnenden erfolgen. Für die Preisverleihung sind vor allem wissenschaftliche Arbeiten vorzusehen, die in den dem jeweiligen Preisverleihungsjahr voranliegenden zwei Jahren publiziert wurden.
§ 4
- Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Prämie von 2500,– €.
- Die Finanzierung des Preises erfolgt aus dem Friedrich-Weller-Fonds bei der Stiftung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.
§ 5
- Vorschlagsberechtigt sind seitens der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig der Präsident und der Sekretar der Philologisch-historischen Klasse, seitens der Universität Leipzig der Rektor und der Dekan der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften.
- Die Vorschläge sind bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres schriftlich begründet entweder beim Präsidenten der Sächsischen Akademie der Wissenschaften oder beim Rektor der Universität einzureichen.
- Die Auswahl des Preisträgers erfolgt durch eine Auswahlkommission. Ihr gehören an:
- der Sekretar der Philologisch-historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften als Vorsitzender,
- der Direktor des Instituts für Indologie und Zentralasienwissenschaften der Universität als stellvertretender Vorsitzender,
- der Vorsitzende der Sprachwissenschaftlichen Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften,
- ein weiterer Professor der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften der Universität, der durch den Dekan benannt wird,
- ein Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, das durch den Sekretar der Philologisch-historischen Klasse benannt wird.
§ 6
- Die Entscheidung über die Preisverleihung wird auf Vorschlag der Auswahlkommission durch den Präsidenten der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und den Rektor der Universität Leipzig gemeinsam getroffen.
- Es kann ein Preis pro Jahr vergeben werden.
- Die Verleihung des Preises erfolgt im Rahmen einer öffentlichen Sitzung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam durch den Präsidenten der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und den Rektor der Universität Leipzig
§ 7
Die Ordnung wurde vom Akademischen Senat der Universität Leipzig am 13.10.1998 beschlossen. Sie tritt nach ihrer Veröffentlichung in den Amtlichen Bekanntmachungen der Universität Leipzig in Kraft. Gleichzeitig tritt die gemeinsame Ordnung vom 1. Januar 1995 außer Kraft.
Leipzig, 17. November 1998
Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Prof. Dr. G. Lerchner
Rektor der Universität Leipzig, Prof. Dr. med. V. Bigl
Die bisherigen Preisträger:
Prof. Dr. Klaus Mylius; verliehen am 15. November 1985.
Dr. Manfred Taube; verliehen am 13. November 1987.
Dr. sc. phil. Marlene Njammasch; verliehen am 13. November 1987.
Prof. Dr. Eberhardt Richter; verliehen am 20. Oktober 1989.
Dr. Erika Taube; verliehen am 12. April 1996.
Prof. Dr. Johannes Mehlig; verliehen am 17. April 1998.
Dr. Sebastian Richter; verliehen am 14. April 2000.
Prof. Dr. Oskar von Hinüber; verliehen am 20. April 2001.
Dr. Mudagamuwe Maithrimurthi; verliehen am 11. April 2003.
Dr. Olaf Czaja; verliehen am 17. April 2009.
Dr. Isabelle Ratié; verliehen am 20. April 2012.
Prof. Dr. Seishi Karashima; verliehen am 12. April 2013.
